Servus nach Deutschland. Nach 6 Tagen im australischen Outback haben wir mal wieder Zugang zum Internet. Da allerdings in ca. einer Stunde schon wieder unser Zug, der beruehmte Ghan, nach Adelaide faehrt muss ich mich kurz fassen.
Letzten Donnerstag starte unsere Tour mit “Adventure Tours Australia” (seit kurzem zu TUI gehoerend) von Darwin ins Zentrum Australiens. Geschlafen wurde auf Campingplaetzen in befestigten Zelten mit Schlafsaecken. Zur Erinnerung: Australien ist ja “unten” – deshalb ist hier jetzt Winter. Und endlich macht es sich bezahlt, dass ich meine langen Hosen und Pullover, die ich durch Indonesien geschleppt habe, nicht bereits entsorgt hatte. Denn nachts wurde es jetzt richtig kalt.
Unsere Reisegruppe bestand aus Finnen, Briten, Franzosen, Schweizer und einem Hollaender – insgesamt 12 Personen plus unserem Guide Jason. In den ersten drei Tagen fuhren wir von Darwin mit dem Bus ueber Katherine Gorge und Tennant Creek nach Alice Springs. Auf dem Weg machten wir natuerlich an allen Hightlights, die die Natur zu bieten hat halt. Wenn man die Gesamtstrecke von 1500 Km bedenkt, waren es nicht sonderlich viele Hightlights und die meiste Zeit sassen wir im Bus und genossen, die triste rote Landschaft. Was wir auf unseren Stops so gesehen haben, koennt ihr in der neuen Fotogalerie sehen, die Aki gerade parallel zu meinem Schreiben kommentiert.
Die wirklichen Highlights der Tour, die dann auch vielen bekannt sein duerfte, die noch nicht in Australien waren, folgten im zweiten Teil der Tour. Von Alice Springs aus ging es 500 Km suedwestlich zum Ayers Rock oder Uluru, wie die Aboriginis ihn nennen und zum Kings Canyon. Hier wurde es dann auch richtig kalt nachts. In unserer letzten Nacht hatten wir -2 Grad und wir beiden waren froh uns nicht auf unsere “Bis-13-Grad-Comfort-Schlafsaecke” verlassen zu haben, sondern noch die australische Wintervariante zusaetzlich gemietet hatten.
Zu bestaunen gab es eigentlich nur Steine. Dafuer gibt es von denen aber erstaunlich viele in diesem Eck Australiens um das sich herum nicht sonderlich viel befindet. Auf Uluru sind wir uebrigens nicht gestiegen, zum einen waere es nicht moeglich gewesen, da er wegen Wind und Regen gesperrt war und ausserdem waren wir uns schon vorher einig, den Wunsch der Aboriginis zu respektieren und ihren heiligen Berg mit unseren schmutzigen Fuessen nicht zu belaestigen. Den zweiten Teil der Tour haben wir mit einer anderen Reisegruppe verbracht, die neben einem Italiner und einem weiteren Deutschen ausschliesslich aus Iren bestand. Unser zweiter Guide ging vorallem Aki mit seiner scheissfreundlichen Art gepaart mit dem permanenten Drang uns Teilnehmer zu Hetzen, auf die Nerven. Das bekam er dann auch in seinem abschliessenden Bewertungsbogen zu spueren.
Fuer mehr reicht die Zeit leider nicht mehr - wir wollen unseren Zug nicht verpassen. Der faehrt uns uebrigens 24 Stunden vom Zentrum in den Sueden nach Adelaide, wo wir nur einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach Sydney machen. Von dort werden wir uns auch wieder melden.